Umgang mit Heterogenität, Fehlerkultur und Algorithmik
Ein interdisziplinäres Modul, das adaptive Lehrkompetenz mit fachdidaktischer Fehleranalyse und fachwissenschaftlichen Grundlagen der Informatik verbindet. Dieses umfassende Fortbildungsmodul verknüpft drei Perspektiven: 1.
Die drei Strukturelemente: Sequenz, Schleife, Bedingung
Der Baukasten des Programmierens: Wie man aus Sequenzen, Schleifen und Verzweigungen komplexe Abläufe baut. Jeder Algorithmus lässt sich auf drei Grundbausteine zurückführen.
Algorithmen "unplugged": Ein antikes Verfahren zur Primzahlbestimmung, das algorithmisches Denken greifbar macht. Ein historischer Algorithmus zur Bestimmung von Primzahlen. Das Modul erklärt das Verfahren des systematischen Streichens von Vielfachen.
Wie zieht ein Taschenrechner die Wurzel? Ein iterativer Algorithmus an der Schnittstelle von Geometrie und Informatik. Das Heron-Verfahren ist ein klassisches Beispiel für einen iterativen Algorithmus zur Annäherung (Approximation) von Quadratwurzeln.
Methoden-Spotlight: Tutorielles Lernen
Schüler als Lehrer: Wie Peer-Teaching durch klare Regeln und Rollenverteilung auch bei leistungsheterogenen Paaren funktioniert. Tutorielles Lernen nutzt Peers als Lehrende.
Methoden-Spotlight: Think-Pair-Share
Der Klassiker des kooperativen Lernens: Denken, Austauschen, Vorstellen – kurz und bündig erklärt für den direkten Einsatz. Vorstellung der kooperativen Lernmethode Think-Pair-Share (TPS).
Das Konzept des "Negativen Wissens"
Warum "Falsch" auch "Wichtig" ist: Wie negatives Wissen hilft, Handlungsabläufe zu schützen und Fehler zu vermeiden. Dieses Modul erläutert die Theorie des negativen Wissens nach Oser und Rollett.
Fehlerursachen: Sprach- und Textverständnis
Mathematik als Fremdsprache: Wie sprachliche Hürden zu fachlichen Fehlern führen und wie man sie erkennt. Rechenfehler sind oft Sprachfehler. Dieses Modul untersucht den "Verbal Factor" (Radatz, 1980) als Fehlerquelle.
Psychologische Fehlerkategorien
Nicht jeder Fehler ist gleich: Eine psychologische Taxonomie zur besseren Diagnose von Lernschwierigkeiten. Dieses Modul stellt die psychologische Kategorisierung von Fehlern nach Weimer vor.
Prozessmodell: Lernen aus Fehlern
Vom Fehler zum Lerneffekt: Ein 4-Stufen-Modell zur Förderung der Fehlerkompetenz bei Schülern. Damit Schüler aus Fehlern lernen, reicht Korrektur nicht aus.
Strukturebenen im Unterricht: Tiefenstruktur vs. Sichtstruktur
Warum Methoden allein nicht reichen: Eine Einführung in die zwei entscheidenden Ebenen der Unterrichtsqualität und warum der Lernerfolg in der Tiefe liegt.
Die Merkmale guten Unterrichts nach Helmke und Meyer
Was macht guten Unterricht wirklich aus? Der „Goldstandard“ der Bildungsforschung kompakt erklärt – von effizienter Klassenführung bis zum lernförderlichen Klima. Zusammenfassung der empirischen Unterrichtsforschung zu Qualitätskriterien.