Ein Schüler sagt, er findet KI-Kunst nicht schlimm – solange sie kostenlos ist. Im Rahmen des BMBF-Verbundprojekts ViFoNet (2023–2025) wurde im Teilprojekt 3.2 (Anglistik) untersucht, wie critical digital literacy im Englischunterricht gefördert werden kann.
Dabei reflektierten Schüler*innen den Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT und DALL·E kritisch und diskutierten deren Einfluss auf Kreativität, Kunst und Gesellschaft. In diesem Ausschnitt äußert ein Schüler, dass er es nicht schlimm findet, wenn KI Kunst produziert – solange sie kostenlos ist. Seine Aussage deutet auf eine ökonomisch-pragmatische Haltung zur Nutzung von KI-Kunst hin und verdeutlicht, wie Schüler*innen den Wert kreativer KI aus persönlicher Perspektive bewerten. Die Szene bietet Einblick in ethische und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse über den Umgang mit KI im Unterricht. Dieser Videoausschnitt ist mittels eines für diesen Zweck programmierten machine-learning Tools anonymisiert, da das Lernen mit anonymisierten Videos einen Teil des Forschungsprojekts bildete. Bei dem Tool handelt es sich um VAiEd (Videoanonymization in education), welches die Köpfe der im Video sichtbaren Personen trackt und dann mit einem neu erstellten, in den Gesichtsparametern randomisierten 3D-Modell überlagert. Haare wurden entweder durch einen kreisförmigen gauss'schen Blur oder in späteren Videos durch eine dedizierte Haarerkennung ersetzt. Edge-cases, die der Algorithmus nicht erkannte wurden manuell geblurt. Sprache wurde durch Pitchshift und Modulation verfremdet. Alle Englischvideos enthalten zudem fest eingebrannte Untertitel.