Schüler*innen gestalten ein symbolisches KI-Bild mit einem Fluss, Boot und Felsen als Metaphern und verfeinern es iterativ durch fünf Prompts. Im Rahmen des BMBF-Verbundprojekts ViFoNet (2023–2025) wurde im Teilprojekt 3.2 (Anglistik) beforscht, wie critical digital literacy im Englischunterricht gefördert werden kann.
Beforscht wurde insbesondere der Einsatz von KI-gestützten Tools (z. B. ChatGPT, DALL·E) sowie deren Potenzial für einen kritisch-reflexiven Umgang mit KI im Fremdsprachenlernen. Die Interventionsstudie wurde im Design-Based-Research-Ansatz in Zusammenarbeit mit Schulen durchgeführt. Lehrkräfte erhielten Unterrichtsentwürfe und Materialien, die mit Laptops umgesetzt wurden. Darin wurden KI-Tools praktisch eingesetzt und inhaltlich reflektiert. Der vorliegende Videoausschnitt zeigt eine kreative Unterrichtssequenz, in der Schüler*innen ein symbolisch-metaphorisches KI-Bild gestalten. Sie nutzen aufeinander aufbauende Instructural Prompts, um ein stimmiges Ergebnis zu erzielen: Prompt 1: Create an image of a river. The river stands for the time. Put a boat on that river. A person is on that wooden boat. Also put some rocks in the water — they stand for problems. But remember the rocks do nothing to the boat. The scene should be peaceful. (02:36 min: Erstes Bild) Prompt 2: Make the sky lighter, it’s sunny on that day. (03:34 min: Zweites Bild) Prompt 3: Add the quote “Loslassen”. (05:05 min: Drittes Bild) Prompt 4: Delete “Loslassen” but leave the picture. (Die KI hatte den Schriftzug zuvor falsch geschrieben.) Prompt 5: Too many rocks. (06:01 min: Viertes Bild, 06:45 min: Zufriedenheit mit dem Ergebnis) Die Szene verdeutlicht den bewussten Einsatz von KI zur symbolischen Bildgestaltung und zeigt, wie Lernende gezielt gestalterische Parameter anpassen, um eine gewünschte Stimmung und visuelle Bedeutungsebene zu erreichen. Dieser Videoausschnitt ist mittels eines für diesen Zweck programmierten machine-learning Tools anonymisiert, da das Lernen mit anonymisierten Videos einen Teil des Forschungsprojekts bildete. Bei dem Tool handelt es sich um VAiEd (Videoanonymization in education), welches die Köpfe der im Video sichtbaren Personen trackt und dann mit einem neu erstellten, in den Gesichtsparametern randomisierten 3D-Modell überlagert. Haare wurden entweder durch einen kreisförmigen gauss'schen Blur oder in späteren Videos durch eine dedizierte Haarerkennung ersetzt. Edge-cases, die der Algorithmus nicht erkannte wurden manuell geblurt. Sprache wurde durch Pitchshift und Modulation verfremdet. Alle Englischvideos enthalten zudem fest eingebrannte Untertitel.