Die Gruppe G4 reflektiert ihre Projekterfahrungen mit ChatGPT und DALL·E, diskutiert Grenzen, Urheberrecht und ethische Fragen und entwickelt ein Bewusstsein für kritische Medienkompetenz im Englischunterricht.
Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojekts „Videobasierte Fortbildungsmodule zum digital gestützten Unterrichten im Netzwerk bundesdeutscher Videoportale“ (ViFoNet, 2023-2025) wurden Fortbildungsmodule für Englischlehrkräfte auf Basis videographierter Unterrichtseinheiten entwickelt. Im Rahmen des Teilprojekt 3.2 (Anglistik) wurde beforscht, wie critical digital literacy im Englischunterricht gefördert werden kann. Beforscht wurde insbesondere der Einsatz von KI-gestützten Tools (z. B. ChatGPT, DALL·E, stable diffusion) sowie deren Potenzial für einen kritisch-reflexiven Umgang mit KI im Fremdsprachenlernen. Die Interventionsstudie wurde im Design Based Research-Ansatz in Zusammenarbeit mit Schulen durchgeführt. Im November-Dezember 2023 wurden die authentischen Unterrichtsstunden videografiert. Lehrkräfte erhielten von uns Unterrichtsentwürfe und Materialien, die mit Laptops umgesetzt wurden. Darin wurden KI-Tools praktisch eingesetzt und inhaltlich reflektiert. Die Kombination aus Unterrichtsvideos, Bildschirmaufnahmen, Chatverläufen (zwischen Lernenden und eingesetzten KI-Anwendungen) und Lernendenprodukten bot im Nachgang eine umfangreiche Datengrundlage für wissenschaftliche Auswertungen im Rahmen videographischer Unterrichtsbeobachtungen und qualitativer Inhaltsanalysen aus denen anschließend die didaktisch aufbereiten Lerneinheiten der Online-Fortbildung entstanden. Das Video zeigt die abschließende Reflexionssitzung der Gruppe G4, die ihre Erfahrungen und Bewertungen im Umgang mit KI diskutiert. Die Diskussion dreht sich um technische und sprachliche Grenzen von KI, um Urheberrechtsfragen, die Qualität der generierten Inhalte sowie um die Bedeutung von kritischem Denken und ethischer Reflexion im Unterricht. 00:00:00:00 Lehrerin bittet die Schüler*innen, in Gruppen über ihre Projekterfahrungen mit KI zu sprechen, bevor die Ergebnisse im Plenum besprochen werden. 00:01:24:00 Gruppe G4 (rechts im Bild) beginnt ihre Diskussion zu Grenzen und Urheberrechtsfragen rund um KI. Aufgrund der Tonqualität sind die Aussagen nur teilweise verständlich, thematisch geht es um Grenzen der Technologie. 00:08:22:00 Lehrerin leitet die gemeinsame Diskussion ein, auch wenn nicht alle Gruppen fertig sind. Schüler*innen berichten über typische Probleme bei der Arbeit mit ChatGPT und DALL·E: fehlerhafte Grammatik, unpräzise Ausdrucksweise, die Notwendigkeit, der KI Konzepte zu erklären, und die Weigerung, negative oder ethisch sensible Bilder (z. B. Tiere im Schlachthaus) zu generieren. Gleichzeitig betonen viele den Lerneffekt – insbesondere beim Verstehen von Prompts und der Funktionsweise der KI. 00:19:09:00 Lehrerin fragt, ob durch die Präsentationen anderer Gruppen neue Erkenntnisse gewonnen wurden. Schüler*innen geben an, die Themen interessant gefunden zu haben, bemerken aber, dass einige KI-Bilder vom Inhalt abgelenkt hätten. 00:22:40:00 Diskussion über die Qualität des KI-Outputs: Schüler*innen bewerten die Resultate als hilfreich und verständlich, loben insbesondere die Möglichkeit, die KI um vereinfachte Sprache oder Übersetzungen zu bitten. Sie berichten, dass sie neue englische Vokabeln gelernt haben. 00:25:36:00 Thematisierung von Urheberrechtsfragen und Verantwortlichkeit beim Umgang mit KI-generierten Inhalten. 00:28:26:00 Lehrerin bittet um Feedback zum Gesamtprojekt. Schüler diskutieren zunächst in Gruppen, anschließend im Plenum über die Lernerfahrungen. 00:34:00:00 Lehrerin äußert Kritik am Projekt und stellt heraus, dass reale Bilder oft aussagekräftiger seien. Ab 36:17 verteidigen Schüler*innen den Nutzen von KI-Bildern und betonen, dass sie zum kreativen Denken und zur Motivation beitragen. 00:38:34:00 Diskussion über kritisches Denken im Umgang mit KI: Die Schüler*innen reflektieren KI-Richtlinien, ethische Dimensionen und ziehen Bezüge zu George Orwells 1984. Abschließend besprechen sie Ansätze zur Verbesserung von Präsentationsgestaltung und Medienkompetenz. Dieses spezielle Video fokussiert in den Gruppenphasen die Gruppe G4 (Screencast, Laptopkamera, Gruppenkamera; Mikrofon nur für Gruppe, ggf. Nebengruppe und Lavaliermikrofon der Lehrkraft nur angeschaltet, wenn Interaktion stattfindet oder alle SuS adressiert werden). Im Meta-Videoportal sind zudem die meisten andere Gruppenvideos, sowie ein Schittvideo, welches die Lehrkraft fokussiert, verlinkt. Phasen des öffentlichen Unterrichts sind in allen Videos identisch. Die Benennung der Gruppen ist nicht immer fortlaufend. Das eventuelle Fehlen von spezifischen Gruppen ist intentional und wurde auf forschungsethischen Erwägungen durchgeführt.