Die in der Phänomenkombination gezeigten unterschiedlichen Beispiele sollen vom Rezipienten bestimmten Stufen der idealtypischen Modelle (Rein, Ziller, Scheibner, Copei, Roth, Guyer, Correll) zugeordnet werden.
Die Relativierung einer "Idealartikulation", kann als Impuls dienen, Unterricht zwar nach bestimmten Gliederungsschemata und lernpsychologischen Gesetzen aufzubauen aber nicht schablonenhaft anzulegen. Inhalt des Films:Die Phänomenkombination gliedert sich in zwei Hauptabschnitte: Im ersten Hauptteil werden typische Erscheinungsformen an Gelenkstellen verschiedener Unterrichtsschritte oder -stufen gezeigt; es lässt sich beobachten, wie der Unterricht an diesen Übergangsstellen verläuft. Da bei unterscheidet man unter anderem prägnante Überleitungen, mehr oder weniger deutliche, also, verschliffene, Überleitungen, und solche, die von Schüler:innen gefordert werden. Die verschiedenen Erscheinungsformen werden durch Trickeinblendungen verdeutlicht.Im zweiten Hauptteil werden vier Beispiele zur Artikulation gezeigt. Aus vier Unterrichtsdokumenten wurden jeweils mehrere prägnante Ausschnitte herausgesucht, die die jeweilige Stufe deutlich hervorheben. Obwohl Unterricht stets unterschiedlich und vielschichtig aufgebaut ist, jede Stufe (zum Beispiel die Stufe der Wiederholung) auch Motivationsstufen, Wiederholungsstufen und so weiter enthalten kann, wurde in dem jeweiligen Unterrichtsausschnitt versucht, die ,zentrale' Stufe deutlich hervorzuheben. Die didaktisch-methodische Reduktion erweist sich angesichts des vielschichtigen Themas ,Artikulation, als notwendig, wenn ein erster Lernerfolg - ,das Wiederfinden eines in der Theorie beschriebenen Artikulationsschemas, - gesichert werden soll.Zur theoretischen Behandlung der Phänomene:Viele Darstellungen des Problems ,Artikulation des Unterrichts, (siehe zum Beispiel Roth, Correll, Copei, Herbart, Ziller) zeigen fast durchweg idealtypische Züge, obschon Unterricht stets unterschiedlich und vielschichtig aufgebaut ist, also nicht jedes Modell der Artikulation für jeden Unterricht angewandt werden kann. Um hinsichtlich dieses Faktums variabel und flexibel werden zu können, ist es nötig, eine breite Informationsbasis zur Artikulation des Unterrichts sich verfügbar zu machen. Jedes Modell der Unterrichtsartikulation trägt seine Schwierigkeiten und Grenzen in sich. Man kann also kaum nach ,dem Modell, suchen. Eine Bündelung der Möglichkeiten mehrerer Modelle scheint weit realistischer zu sein und wäre von der jeweiligen Situation her zu bestimmen. Die theoretische Abhandlung versucht dieses zu leisten, indem sie Modelle verschiedener Artikulationsmöglichkeiten aufzeigt.Zur Verwendung der Phänomenkombination:Anhand zweier Beobachtungsschemata soll versucht werden, bestimmte Stufen im Film den idealtypischen Modellen in der Literatur zuzuordnen. Durch die sicherlich auftretenden Schwierigkeiten der Zuordnung ergibt sich eine Relativierung der Idealartikulation. Sie kann als Impuls dienen, Unterricht zwar nach bestimmten Gliederungsschemata und lernpsychologischen Gesetzen aufzubauen aber nicht schablonenhaft anzulegen.Hinweis: Bei den Filmen handelt es sich um historische Aufnahmen, die in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gedreht wurden. Die technische Qualität der Aufzeichnungen kann deshalb nicht den heutigen Standards entsprechen. Wir bitten hierfür um Verständnis.